Dez
1
2011
Neue Häuser und Energieeffizienz
Neue Häuser werden heute unter besonderer Berücksichtigung der Energieeffizienz gebaut. Aufgrund von Energieverknappung und ständig steigenden Energiekosten ist das die logische Konsequenz, die sich sowohl für den Bauherrn, als auch für den Gesetzgeber ergibt. Die Kriterien sind Niedrigenergie und Energieeffizienz, die in Bezug auf die entscheidenden Baumerkmale herangezogen werden.
Weniger Abgasverluste bedeuten mehr Energieeffizienz
Beim Energieeffizienzhaus werden folgende Varianten unterschieden: das Plusenergiebilanzhaus, das Nullenergiebilanzhaus, das Passivhaus und das Niedrigenergiehaus. All diese Bautypen orientieren sich prinzipiell an neuen Bauvorschriften. Grundsätzlich soll Primärenergie bei der Verbrennung effektiver in Wärmenergie umgewandelt werden. Viel Energie wird nämlich in älteren Heizsystemen ungenutzt über den Schornstein entlassen. Die Verschwendung drückt sich in überhöhten Abgasverlusten aus. Im Energiesparhaus wird die in den Abgasen noch verbleibende Energie zum großen Teil zurückgewonnen und in Wärmeenergie umgewandelt. Dies findet bei den erwähnten Bautypen in verschiedenen Energieklassen ihre Berücksichtigung.
Verschiedenen Energieklassen für das Energiesparhaus
Die niedrigste Energieklasse ist Standard KfW 85, die Spitzenklasse wird mit Standard KfW 40 angegeben. Dazwischen liegen noch die Klassen KfW 55 sowie KfW 70, welche die weit verbreitetste ist. Die jeweiligen Zahlen geben dabei den Verbrauchswert an, der nicht überschritten werden darf. Die Entscheidung für ein Energiesparhaus wird vom Gesetzgeber mit staatlicher Förderung belohnt das heißt, der Bauherr kann staatliche Förderungen beantragen. Die Förderung besteht darin, dass die KfW (Kreditbank für Wiederaufbau) Kredite mit niedrigen Zinsen und langen Laufzeiten gewährt. Das ist im Rahmen einer meist kritischen Baufinanzierung eine sehr interessante Perspektive, die für den Bauherrn sogar das entscheidende Kriterium sein kann, das Bauvorhaben zu wagen.
Weniger Umweltbelastung und Energieeinsparung durch Niedrigenergiehäuser
Durch das Niedrigenergiehaus können langfristig gesehen die Nebenkosten deutlich reduziert werden. Außerdem wird das Niedrigenergiehaus in umweltverträglicher Weise gebaut.
Deutschland bietet einen sehr hohen Standard im Bereich der Energieeinsparverordnung, daher wurde im Jahre 2009 die Richtlinien für das Energieeffizienzhaus komplett neu geregelt. Als Grundlage dient dabei eine gesetzliche Verordnung der Energieeinsparung. Diese Verordnung regelt den primären Energiebedarf von Wohngebäuden. Damit ist Energie gemeint, welche von außen her zugeführt wird. Zwei Werte sind in dieser Bewertung entscheidend, die Anzahl der geleisteten Kilowattstunden im Jahr und der Energiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche.
Niedrigenergiehäuser bieten durch ihre Konstruktion einen sehr guten Wärmeschutz. Zusätzlich verfügen sie über eine moderne Lüftungstechnik, sowie über eine sehr effiziente Heizanlage.
Höhere Baukosten amortisieren sich durch niedrige Energiekosten
Durch diesen hohen Standard steigen die Baukosten im Durchschnitt bis zu drei Prozent an. Der Bauherr sollte bei seinen Berechnungen bei den Baukosten pro Quadratmeter etwa 20 bis 35 Euro Mehrkosten berücksichtigen. Allerdings bewirkt die höhere Investition am Ende auch einen deutlich höheren Wohnkomfort. Die höheren Baukosten amortisieren sich zudem im Laufe der Jahre durch erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten. Energieeffizienzhäuser können sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken. Die gleichmäßige Wärmeverteilung steigert häufig das Wohlbefinden. Energieeffizienzhäuser sind keinen thermischen Spannungen ausgesetzt und bieten daher auch ein Plus an Sicherheit.
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